Die Ohnmacht eines Zuchtvereins

Die Ohnmacht eines Zuchtvereins
 
Immer wieder stellt man sich als einer der Zuchtverantwortlichen in einem Hundezuchtverein die Frage:
 
Wie ernst nehmen es die Züchter/-innen mit Ihrer Verantwortung der Zucht und den Tieren gegenüber?
 
Vor einigen Wochen wurde das Zuchtbuchamt, von einer vertrauenswürdigen Person, über einen Epilepsiefall informiert.
Ein Elternteil dieses Hundes stand schon mehrfach im Verdacht und es lag auch bereits 1 Attest vor, nachdem eine Nachzucht epileptoforme Anfälle hat.
Nun hatte dieser Elternteil, auch mit einer anderen Hündin, einen erkrankten Welpen gebracht.
 
Es wurde dann der Kontakt zum Züchter/-in gesucht, da nicht klar war, inwieweit der Züchter/-in informiert war.
 
Der Züchter/-in war informiert und wie es so oft ist wurden viele Gründe ins Feld geführt dafür, das es sich in diesem Fall ja „nur“ um
Krampfanfälle handeln würde, die andere Ursachen hätten (Entwurmung/Parasitenbehandlung). 
Eine Einsicht, beide Deckpartner und die Nachzucht aus der Zucht zu nehmen, war nicht festzustellen.
 
Der Züchter/-in wurde dann aufgefordert die Eigentümer der Wurfgeschwister, sowie die  Eigentümer der Welpen eines vorherigen Wurfes,
mit den gleichen Elterntieren, zu informieren.
Dies löste Entsetzen aus und es stellte sich heraus, dass mindestens 2 dieser Welpen an andere Züchter/-innen verkauft wurden.
 
Sowohl die 1. Vorsitzende und Leiterin der Zuchtkommission wie auch die Leiterin des Zuchtbuchamtes, haben von einem weiteren Zuchteinsatz
der Elterntiere, wie auch der Nachkommen aus diesen beiden Hunden, abgeraten.
 
Der Züchter/-in hat daraufhin den Zuchtverein gewechselt!
 
Uns sind die Hände gebunden, denn ohne schriftliche Beweise, können wir den neuen Zuchtverein nicht informieren.
 
Es wird immer über die Zuchtvereine geschimpft – besonders im Umgang mit Epilepsie – aber was sollen wir tun?
 
Sind es nicht vielmehr die Züchter/-innen, die gewissenlos weiterzüchten ohne sich Gedanken über das, Ihnen anvertraute Tierwohl, zu machen?

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